Seit dem 13.7.11 ist die neue Film Streaming Plattform namens kinox.to online und musste schon in den ersten Stunden einen Rückschlag erleiden. Durch den riesigen Besucheransturm war der kino.to Nachfolger für einige Stunden nicht mehr erreichbar, nun tummeln sich sicherlich wieder Millionen von Filmbegeisterten Internet Nutzern auf der neuen Streaming Seite. Doch wer steckt hinter dem neuen Projekt und wie viel kino.to steckt wirklich dahinter? Mehr dazu in diesem Beitrag.

Sie hat sich wie ein Virus verbreiten, die Nachricht des neuen Film Streaming Portals hat innerhalb nur weniger Stunden genau das erreicht wozu kino.to Jahre gebraucht hat. Doch genau darauf war kinox.to nicht vorbereitet. Durch den Besucheransturm, den die Seite in Ihren ersten Stunden aufweisen musste, wurden die Server so überlastet, dass die Site für einige Zeit nicht erreichbar war. Doch was steckt hinter dem neuen Projekt kinox.to? Ist Sie ein würdiger Nachfolger für kino.to? Wer hat sich überhaupt getraut nach der Festnahme der kino.to Betreiber dasselbe Risiko ein erneutes Mal einzugehen und wie lange wird sich die aktuelle Stream – Version behaupten können?

Auf den ersten Blick erkennt man sofort, dass sich der Film – Anbieter optisch kaum von seinem Vorgänger kino.to unterscheidet, nur die Domain, unter der man nun kostenlos aktuelle Kino – Filme anschauen kann, wurde um ein geheimnisvolles „x“ erweitert. Ganz interessant und ebenfalls sehr umstritten ist die aktuelle Nachricht, die die neuen Betreiber auf der Startseite platziert haben. Darin heißt es:

Wieder distanzieren sich die Anbieter von den illegalen Inhalten – Zitat: “ Der Autor erklärt hiermit ausdrücklich, dass zum Zeitpunkt der Linksetzung keine illegalen Inhalte auf den zu verlinkenden Seiten erkennbar waren“.

Kinox.to – wer steckt dahinter?

In ihrer Nachricht auf der Startseite bedanken sich die „neuen“ Betreiber in erster Linie bei den „Leuten da draußen und den Fans“, jedoch gilt ein besonderer Dank den Internetaktivisten Anonymous, welche schon öfter für Schlagzeilen in zahlreichen online Blogs und in den Medien gesorgt haben. Der Begriff steht für Freiheit und Demokratie, doch für den Gesetzgeber handelt es sich um Kriminelle, die zur Anarchie aufrufen und hinter vielen Internet – Angriffen stehen.   Anonymous hat sich aus einer Spaßbewegung entwickelt und kämpft seit Jahren für mehr Freiheit im Internet. Eines der wichtigsten Ziele des Kollektivs ist der Verbot der Church of Scientology, doch auch die Internetzensur wird von Ihnen abgelehnt und aktiv bekämpft. Ihre Macht hat Anonymous bereits in der Vergangenheit durch zahlreiche Hackangriffe auf öffentliche Server und bekannte Finanzunternehmen wie PayPal, VISA und MasterCard demonstrieren können. Auch das Projekt Wikileaks wurde tüchtig von Anonymous unterstützt und mitgestaltet. Doch ist das gefährlichste an Anonymous genau das, was hinter Ihrem Namen steckt, denn die Internetaktivisten- Gruppe ist zwar an sich bekannt, jedoch weiß niemand genau wer tatsächlich hinter den „Anonymen“ steckt. Die Mitglieder von Anonymous sind in der ganzen Welt verteil aktiv und können somit so gut wie gar nicht aufgespürt werden. Man nimmt an, dass es eine Vereinigung von Informatikern und Computerprofis ist, da hinter den Angriffen viel Know-How steckt. Auf Youtube haben sich Anonymous kurz zum Thema Kino.to geäußert. Hier das Video:

Ist kinox.to zukunftsfähig?

Nachdem wir uns nun ein wenig mit den Leuten hinter der Kulisse von kinox.to beschäftigt haben, bleibt nun die Frage zu klären, ob das Projekt zukunftsfähig ist. Die Server von kino.to befanden sich entsprechend der to-Domain-Endung auf der Pazifikinsel Tonga und waren somit so gut wie unantastbar für deutsche Behörden. Die Domain des Nachfolgers besitzt ebenfalls eine to-Endung und die Server liegen, Vermutungen zufolge, auf den Seychellen im indischen Ozean. Ob das nun sicherer als der vorherige Serverplatz ist, lässt sich nicht so leicht beantworten, schließlich konnte die Polizei nach langen Ermittlungen einen  Erfolg erzielen und die Verantwortlichen festnehmen. Wie lange es dieses Mal dauern wird, weiß keiner, doch einer Sache kann man sich sicher sein – es wird auch zukünftig einen Widerstand gegen die Internet-Zensur und Verbote geben, das lässt sich der Nachricht auf der Startseite ohne Zweifel entnehmen. Es ist also nur eine Frage der Zeit wie das Katze Maus Spiel zwischen Betreibern solcher Seiten und den Behörden bzw. der Polizei ausgehen wird.

Anschließend bleibt nur anzumerken, dass es den Betreibern von kino.to offensichtlich nicht ausschließlich um die Freiheit und Demokratie im Internet ging, denn diese haben mit dem Ex-Projekt ein Vermögen verdient.