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Vergleich: Die zwei günstigsten Windows 10 Tablets

Tablet-PCs erfreuen sich insbesondere aufgrund ihrer großen Mobilität und einfachen Handhabung einer großen Beliebtheit. Die Mehrheit wird jedoch mit dem überaus erfolgreichen Betriebssystem „Android“ verkauft. Nur wenige Tablets sind mit der Benutzeroberfläche von Microsoft, also Windows 8 beziehungsweise Windows 8.1, ausgestattet. Zudem fallen die Preise für Tablet-PCs mit Windows im Vergleich zu Android-Modellen stets etwas höher aus, weshalb viele Interessenten lieber gleich zu den Tablet-Lösungen samt Android greifen.

Dass es allerdings auch mit Windows und dennoch günstig geht, haben nun unter anderem HP und Dell unter Beweis gestellt: Mit den Modellen HP Stream 7 und DELL Venue 8 Pro erhält der Käufer zwei wirklich moderne Tablet-PCs, die mit Windows 8 ausgestattet sind. Hinzu kommt, dass das im Sommer 2015 erscheinende Windows 10 für beide Geräte zum kostenlosen Upgrade bereitgestellt werden soll. Für nicht einmal 100 Euro sind diese zwei Tablets, die günstigsten Windows 10 Tablets und scheinen eine wirklich attraktive Alternative zu den diversen Galaxy Tabs und iPads darzustellen. Doch ob dem tatsächlich so ist, wodurch sich die Modelle unterscheiden, und für wen sich der Kauf lohnt, verrät unser Windows 10 Tablet Vergleich:

HP Stream 7 vs. DELL Venue 8 Pro
HP Stream 7 vs. DELL Venue 8 Pro

Design, Handling und Aufmachung

Rein optisch betrachtet unterscheiden sich die beiden Tablet-PCs nur in wenigen Punkten. So sind beide Modelle in einem Mischton aus Schwarz und Grau gehalten, wobei das Dell Venue 8 Pro noch eine leichte Hinterflächenpigmentierung aufweist. Diese sorgt in der Praxis auch für eine erhöhte Grifffestigkeit. Das HP Stream 7 ist wiederum recht glatt gehalten. Dies mag auf den ersten Blick vielleicht etwas schöner und eleganter wirken, doch bei einer längeren Benutzung können schnell Schweißhände auftreten. Hinzu kommt, dass die Hinterseite vergleichsweise recht anfällig für Verschleißspuren ist.

Sowohl auf dem HP Stream 7 als auch auf dem HP Dell Venue 8 Pro sind jedoch die jeweiligen Markenzeichen beziehungsweise Schriftzüge deutlich zu erkennen – ob dies nun schick oder unpassend zu werten ist, liegt ganz in den Augen des Betrachters.

Insgesamt fällt zudem auf, dass HP sein Modell etwas schwungvoller gestaltet hat: Die Kanten wurden erkennbar abgerundet und auch die Ecken wurden etwas komfortabler gestaltet, als es HP bei dem Stream 7 getan hat.

Als Material haben übrigens sowohl Dell als auch HP Kunststoff gewählt. Dies macht bei beiden Modellen verständlicherweise keinen umwerfenden Eindruck, darf jedoch auch nicht als plastiklastig bezeichnet werden. Ein Aluminiumrahmen hätte beiden Modellen sicherlich gut getan, doch in der Preisklasse von unter 100 Euro sind solch Edelverkleidungen schlichtweg nicht zu finden.

Dell Venue 8 Pro
Dell Venue 8 Pro

Die genauen Maße liegen übrigens bei 216 x 130 x 9 Millimetern (Dell Venue 8 Pro) und 192 x 108 x 10 Millimetern (HP Stream 7). Letzteres ist also durchaus etwas handlicher gehalten, hat allerdings auch nur einen 7 Zoll großen Bildschirm zu bieten. Apropos Bildschirm …

Schwerpunkt Displayqualität

Mit seinem 8 Zoll großen Bildschirm ist das Dell Venue 8 Pro seinem Konkurrenten zumindest größentechnisch gesehen einen (kleinen) Schritt voraus. Sowohl der 8-Zoll-Touchscreen von Dell als auch die 7 Zoll große Variante von HP weisen eine Pixelrate von 1.280 x 800 Bildpunkten auf. Angesichts der kleineren Bildschirmdiagonale ergibt sich auf dem IPS-Display des Stream 7 somit ein etwas schärferes Bild.

Farb-, Kontrast- und Helligkeitswerte fallen bei beiden Modellen jedoch identisch aus – und zwar identisch gut. In diesen Beziehungen sind die beiden Geräte sogar hochwertigen und ohne Frage kostspieligeren Modellen, wie etwa dem Galaxy Tab 8.0 von Samsung, weit voraus!

Auch die Reaktionsfähigkeit beider Bildschirme muss gelobt werden: Die Bedienung per Finger oder per Styli, einem, zumindest von Dell extra konfigurierten, allerdings nicht kostenlos beigelegten Eingabestift, fällt sehr angenehm aus.

Allerdings macht sich beim Venue 8 Pro ein etwas unglücklich platzierter Home-Button bemerkbar: Dieser befindet sich nicht in mittiger Lage unterhalb des Bildschirms, sondern ist auf dem oberen rechten Bildschirmrand untergebracht.

Hard- und Software im Überblick

Leistungstechnisch sind das Dell Venue Pro 8 und das Stream 7 von HP auf einer Ebene angesiedelt: Ein jeweils vierkerniger Intel Atom Prozessor taktet bei beiden Geräten mit einer Grundrate von 1,33 GHz, kann bei Bedarf allerdings auf bis zu 1,83 GHz aufschließen. Zudem sind beide Tablet-PCs mit einem 1 GB großen Arbeitsspeicher ausgestattet. Dies macht zwar keine High-Speed-Geschwindigkeit aus, reicht jedoch durchaus, um selbst aufwendigere Aufgaben durchzuführen.

Ähnliches gilt auch für den Speicher: Mit einem Volumen von jeweils 32 GB passen auf den Flashkarten der Windows 10 Tablets einige Apps, Bilder und, und, und. Wem der Standard-Speicher nicht ausreicht, darf zudem eine – ebenfalls 32 GB große – Micro-SD-Karte in die entsprechenden Speicherkartenschächte einführen.

Akkutechnisch gesehen ist das Dell Venue 8 Pro allerdings deutlich besser aufgestellt: Rund 12 Stunden hält der Windows 10 Tablet-PC unter normalen Nutzungsbedingungen durch – das HP Stream 7 schafft es gerade einmal auf circa 8 Stunden!

Auch die Kameraqualität des Venue 8 Pro fällt bei Weitem löblicher aus: Die Vorderseite offenbart eine 1,2 Megapixel und die Hinterseite eine 5 Megapixel starke Digitalkamera, wohingegen beim Stream 7 lediglich eine 0,8 beziehungsweise 2 Megapixel „starke“ Linsenstruktur zum Einsatz kommt. Wirklich gute und hochwertige Fotos liefert allerdings auch die Dell-Ausführung nicht, doch wer mit seinem Tablet fotografieren möchte ist angesichts eines starken Bildraschens und einer schwachen Farbzeichnung der Kameras vom HP Stream 7 eindeutig besser mit dem Dell Venue 8 Pro beraten.

HP Stream 7
HP Stream 7

In Bezug auf die Software bieten beide Modelle das vollwertige Windows-Programm, welches auch eine Lizenz für das komplette Office-Paket umfasst. Für alle Business-Freunde hat Dell allerdings noch eine zusätzliche Sicherheitssoftware und eine intelligente Einbindungs- sowie Verwaltungsfunktion für Netzwerke auf den Tablet-PC gepackt. HP hingegen setzt auf einen 1 TB großen und 1 Jahr lang kostenlosen Online-Speicher. Ferner gibt es die App „Xbox SmartGlass“ obendrauf. Mit dieser lässt sich die interaktive Spielekonsole von Microsoft steuern: Das Ausgangsbild wird auf dem Stream 7 angezeigt und dank des Gyroskopsensors dient der gesamte Tablet-PC als interaktive Steuerzentrale.

Technische Daten im Überblick

HP Stream 7Dell Venue 8 Pro
ProzessorIntel® Atom Z3735G
Quad-Core
max. 1,83GHz
Intel® Atom Z3735G
Quad-Core
max. 1,83GHz
Arbeisspeicher1 GB1 GB
Flashspeicher32 GB32 GB
Display7 Zoll (17,8cm)
5 Finger Multitouch
8 Zoll (20,3cm)
10-Finger Multitouch
Auflösung1280 x 800 px1280 x 800 px
Kamera (hinten)2 Megapixel5 Megapixel
Kamera (vorne)0,3 Megapixel1,2 Megapixel
HDMINeinNein
DisplayportNeinNein
microSD KartenslotJa, bis zu 32 GBJa, bis zu 64 GB
USB1 x USB 2.01 x USB 2.0
Bluetooth4.04.0
Wireless802.11b/g/n802.11a/b/g/n
Weitere AnschlüsseKopfhörer/Mikrofon ComboKopfhöreranschluss
Akku3000 mAh4830 mAh
Akkulaufzeit8 Stunden max.12 Stunden max.
Abmessungen110,7 x 9,9 x 192,7 mm130 x 8,9 x 216 mm
Gewicht364 g388 g
BetriebssystemWindows 8.1
Update auf Windows 10 kostenlos
Windows 8.1
Update auf Windows 10 kostenlos
Preis80 EURO im Microsoft Store
99 bis 120 Euro im HP Store

Fazit

Sowohl das Dell Venue 8 Pro als auch das HP Stream 7 kommen mit einer aktuellen Hardware daher. Bildschirmtechnisch gesehen machen sich eher wenige Unterschiede bemerkbar, wohl aber mit dem Blickpunkt auf Kamera- und Akkuleistung. Hier hat der Tablet-PC von Dell eindeutig die Nase vorn. Zudem richtet sich Dell wieder einmal an Business- und Geschäftskunden.

Das HP Stream 7 kann wiederum mit einer etwas besseren Bedienung punkten und bietet vor allem für alle Besitzer einer Xbox eine nette Zusatzfunktion. Da die beiden Ausführungen in der gleichen Preisliga spielen, kommt es also ganz auf den Benutzer an, welches Modell die bessere Wahl darstellen könnte.

Wer eines dieser Windows 10 Tablets (kostenloser Upgrade) noch ergattern möchte, sollte sich beeilen. Die Geräte sind schon eine Weile am Markt und die Lagerbestände leeren sind langsam. Es ist unklar ob neue Geräte noch produziert werden.

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Ein Kommentar

  1. Toller Testbericht! habe mich auf jeden Fall schon für eins entschieden 🙂

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