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Sleeptracker – Schlafphasenwecker als Armbanduhr


[Trigami-Review]

Jeder kennt das Gefühl, wenn man aus dem tiefsten Schlaf herausgerissen wird und wenn man erst einmal durchschnaufen muss, um zu sich zu kommen. Man denkt, man muss sich vom Schlafen noch einmal ausruhen. Der „normale“ (dumme) Wecker kann nur zu einer bestimmten Zeit die Ruhe stören, unabhängig davon, in welcher Schlafphase man sich befindet.

Der alte Wecker wird immer öfter von dem sogenannten Schlafphasenwecker ersetzt. Der Schlafphasenwecker ermittelt individuell den optimalen Weck-Zeitpunkt z. B. mit Hilfe eines Sensors.

Wie kann so etwas funktionieren?

Während wir schlafen geschehen merkwürdige Dinge. Beim Schlafen durchlebt der Körper mehrere Schlafzyklen, die aus verschiedenen Schlafphasen bestehen. Vereinfacht gesagt werden drei Schlafphasen unterschieden:

  • Einschlafphase
  • Durchschlafphase
  • Traumphase

Besonders um die „Traumphase“ herum kommt es zu den „Fast-Wach-Momenten„. Wie der Name schon sagt, sind wir in diesen Momenten fast wach. Somit wäre es ideal, in dieser Zeit geweckt zu werden, denn dann fällt es uns deutlich leichter aufzuwachen, als wenn man z. B. in der Durchschlafphase gestört wird.

Und genau an dieser Stelle kommt der Sleeptracker ins Spiel.

Der Sleeptracker ist ein Schlafphasenwecker in Form einer Armbanduhr. Mit Hilfe eines Beschleunigungssensors erkennt die Uhr die „Fast-Wach-Momente“ und löst erst dann den Alarm aus. Im Gegensatz zu normalen Weckern stellt man beim Sleeptracker nicht eine feste Weckzeit ein, sondern einen Zeitbereich, indem man geweckt werden möchte. Erkennt der Sleeptracker in diesem Zeitbereich einen Fast-Wach-Moment, ertönt der Alarm. Das Zeitfenster kann zwischen 10 und 90 Minuten eingestellt werden. Hatte man bis zum Ende des Weckzeitfensters keinen Fast-Wach-Moment, wird man klassisch „hart“ geweckt.

Beim Sleeptracker kann man zwischen drei Alarmarten wählen:

  • Akustischer Alarm
  • Vibrationsalarm
  • Kombinierter Alarm (akustisch und Vibration)

Zudem ist der Sleeptracker in der Lage Schlafdaten aufzuzeichnen, die man für spätere Auswertung verwenden kann. Die Daten können per USB zum PC übertragen und gespeichert werden. Die Auswertung erfolgt durch die kostenlose Sleeptracker Software, die von der Hersteller Webseite heruntergeladen werden kann.

Der Sleeptracker wird in einer schicken Verpackung geliefert. Darin sind noch ein USB-Kabel, deutschsprachige und englischsprachige Anleitung enthalten. Die 29-seitige Bedienungsanleitung ist sehr einfach geschrieben und somit auch für jeden leicht verständlich. Durch die vielen Abbildungen erklärt sich das Meiste von selbst.

Der Test

Den Sleeptracker habe ich nun eine ganze Woche getestet und muss sagen, dass ich begeistert bin. Normalerweise habe ich morgens Probleme aus dem Bett zu kommen, vor allem, aber wenn ich etwas spät ins Bett gegangen bin. Am ersten Tag habe ich das Weckzeitfenster auf 30 Minuten gestellt. Der Sleeptracker hat mich zwei Minuten nach dem Eintreten in das Zeitfenster aus dem Bett geschmissen und ich war hellwach und topfit. Keine Spur von Müdigkeit.

Die 30 Minuten fand ich etwas lang und habe in den nächsten Tagen das Zeitfenster immer auf 20 Minuten gestellt. Das Wecken hat auch an diesen Tagen wunderbar funktioniert. Ehrlich gesagt kann ich mich an keine Arbeitswoche erinnern, in welcher ich durchgehend so fit war.

In jeder Nacht wurden die Schlafdaten vom Sleeptracker aufgezeichnet und sowohl online als auch in die Offline-Version der Software übertragen. Die Übertragung der Daten hat einwandfrei funktioniert.

Die Auswertungssoftware zeigt in einer Tabelle die aufgezeichneten Daten. Die dunkelblauen Striche markieren die Fast-Wach-Momente und der orange Bereich das eingestellte Zeitfenster. Die Auswertung hat mich schon etwas verwundert, als ich gesehen hatte, wie oft ich mich im Schlaf bewege. Im Schnitt passiert dies alle 20 Minuten.

Beim Klicken auf „Schlafdaten anschauen“ passiert in der Offline-Version leider nichts. In der Online-Version erscheint die Meldung, dass für Langzeitauswertung nicht genug Daten vorhanden sind. Im Handbuch findet man dazu leider keine Informationen.

In der Online-Version hat man die Möglichkeit die Daten zu veröffentlichen (z. B. auf Facebook). Habe noch nicht herausgefunden, wozu das gut ist. 🙂

Fazit

Wie schon erwähnt bin ich vom „Sleeptracker elite“ überzeugt. Der Schlafphasenwecker leistet perfekte Dienste. Er wird meinen alten Wecker für immer ablösen. Die Uhr ist sehr leicht, fühlt sich auf dem Arm gut an und das Wichtigste, sie stört beim Schlafen überhaupt nicht. Wenn noch das Design etwas moderner und eleganter wäre, dann würde der Sleeptracker auch meine normale Armbanduhr ablösen.

Den Sleeptracker kann ich jedem, der morgens Probleme hat aus dem Bett zu kommen ruhigen Gewissens empfehlen. Der Schlafphasenwecker als Armbanduhr kostet stolze 159,90 €. Ok, das ist viel Geld für einen „Wecker“, aber morgens fit sein ist mir persönlich mehr wert. Ich denke, dass bei diesem Preis auch eine kabellose Verbindung zum PC via Bluetooth drin sein müsste. Das würde die Übertragung der Daten vereinfachen und man wäre nicht auf ein spezielles USB-Kabel angewiesen.

Der einzige Punkt, der mir etwas weniger gefällt ist, dass der akustische Alarm sofort mit der vollen Lautstärke losgeht. Es wäre für mich angenehmer, wenn der Weckton ansteigend wäre.

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3 Kommentare

  1. Also, das passiert mir recht häufig, dass ich über viele Novitäten, um nun im Bereich Technik/IT oder zu anderen Themen aus dem Netz erfahre. Aber das mit dem Sleeptracker ist schon echt ein Hammer, finde ich. Wäre der Artikel am 1 April geschrieben worden, hätte ich gedacht, es ist ein Fake. ;-)) Noe, im Ernst: hört sich ganz nach etwas an für so einen Morgenmüffel wie mir. *g* Nur das mit der vollen Lautstärke finde ich noch etwas abschreckend. Der Hersteller könnte ja aber dieses Detail evt. nochmal überarbeiten. 😉

  2. Ich habe den aXpo Schlafphasenwecker (http://blog.murawski.ch/2009/12/axbo-schlafphasenwecker/) und würde diesen nie wieder hergeben. Lediglich der Preis ist sehr hoch (300 – 400€ je nach Version). Im Gegensatz zu Dir empfinde ich den Preis vom Sleeptracker als sehr niedrig für einen Schlafphasenwecker, denn eine Uhr kann schnell auch mal soviel kosten.
    Jedenfalls sind diese Dinger genial und ich würde mir sofort wieder Einen kaufen.

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