Am 13. Juni 2009 haben wir die neue TV-Generation von Samsung mit USB- und Netzwerkanschluss vorgestellt. Im Review handelte es sich um den 32“-Fernseher LE32B650.

Um Filme über das Netzwerk anschauen zu können, wird ein Windows-PC benötigt, auf dem PC Share Manager installiert ist. Dies wurde bei dem Fernseher auch bemängelt, weil die meisten nur sogenannte Netzwerk-Festplatten (NAS), die am Router angeschlossen sind besitzen.

Hier wäre die Unterstützung von Samba oder NFS optimal gewesen. Leider weigert sich Samsung diese Features zu implementieren und setzt weiterhin auf den Windows DLNA-Server.

Zum Glück gibt es jetzt Abhilfe, die aus der Hacking-Gemeinde kommt:

Pfiffige Hacker und Linux-Profis haben den Samsung-Fernseher gecrackt. Es ist schon seit längerem bekannt, dass die Fernseher mit Mini-Linux-Betriebssystemen ausgestattet sind, somit war es nur eine Frage der Zeit. Um die Netzwerkfreigaben einbinden zu können, muss die Firmware des TVs nur geringfügig angepasst werden. Dabei wird ein Service-Kabel benötigt, damit man eine serielle Verbindung mit dem Fernseher aufbauen kann. Davor muss im Service-Menü die Service-Schnittstelle aktiviert werden. In das Service-Menü gelingt man, indem bestimmte Tastenkombinationen auf der Fernbedienung gedrückt werden.

Service-Kabel kann man sich sehr leicht nach dieser Anleitung selber basteln: Exlink

Hat man die RS232-Verbindung aufgebaut, muss noch Telnet aktiviert werden, damit man über das Netzwerk zugriff auf das System hat. Anschließend das Telnet-Script in das System einbinden, damit Telnet automatisch mit dem Fernseher startet.

Anschließend wird ein zweites Script benötigt, welches die freigegebenen Verzeichnisse einbindet und schon hat man den vollen Zugriff auf das eigene Netzwerk.

Hier noch etwas Lesestoff, und genaue Anleitung:

!!ACHTUNG!! Durch das Modifizieren des Fernsehers und/oder der Firmware erlischt die Garantie! Bevor man sich daran wagt, sollte man sich in die Materie richtig einlesen und zu 100% sicher sein, was man macht, sonst hat man bald einen teuren Spiegel.