Umstieg von Windows auf Linux (Ubuntu 10.04) leicht gemacht – Schritt für Schritt
Freitag, 14. Mai 2010 um 13:02 von Daniel
Linux hat sich in letzten Jahren rasant entwickelt und aus dem einst Freak-Betriebssystem ist ein benutzerfreundliches und mächtiges Allround-Betriebssystem geworden. Bis vor Kurzem war die Installation für “normale” PC-User kaum zu bewerkstelligen, doch jetzt ist alles anders.
Die Installation von der aktuellen Ubuntu-Version unterscheidet sich kaum von der gewohnten Windows-Installation. Das Einrichten und Nachinstallieren von Anwendungen ist sogar einfacher als bei Windows und die Bedienung mindestens genauso komfortabel.
In diesem Artikel werden wir das neue Ubuntu herunterladen, installieren und so einrichten, damit ein produktives Arbeiten damit möglich ist. Das Ganze wird uns keinen Cent kosten, weil alle verwendeten Programme kostenlos sind.
Nach diesem Tutorial wird unser Linux-PC in der Lage sein, folgende Aufgaben zu bewältigen:
- Office
- Textverarbeitung (Ersatz für MS Word) mit Open Office (vorinstalliert)
- Tabellenkalkulation (Ersatz für MS Excel) mit Open Office (vorinstalliert)P
- Präsentationserstellung (Ersatz für MS PowerPoint) mit Open Office (vorinstalliert)
- Multimedia
- Verwalten von Fotos mit F-Spot (vorinstalliert)
- CDs und DVDs brennen mit Brasero (vorinstalliert)
- Musik hören mit Rhythmbox (vorinstalliert)
- Videos abspielen mit VLC
- Internet
- Surfen mit Firefox (vorinstalliert)
- E-Mails lesen und schreiben mit Evolution Mail (vorinstalliert)
- Chatten über ICQ, MSN, Yahoo, … (vorinstalliert)
- Verbinden mit Facebook, Twitter, Flickr und anderen Web 2.0 Diensten (vorinstalliert)
Beschaffung der aktuellen Version
Ubuntu kann direkt von der Herstellerseite heruntergeladen werden. Nach dem Klick auf “Download Ubuntu” gelangt man zur Downloadseite. Bevor man die aktuelle Version herunterladen kann, muss eine “Download Location” auswählen.
Unter “Alternative download options, including Ubuntu installer for Windows” hat man die Möglichkeit zwischen der 32- und 64-bit-Version zu wählen. Anschließend auf “Begin Download” klicken, um den Download einzuleiten.
Nach dem Download hat man ein Ubuntu-CD-Image auf der Festplatte (ca. 700MB). Das Image brennen wir auf eine CD. Dazu kann das kostenlose Brennprogramm “CDBurnerXP” verwendet werden.
Die gebrannte CD ins Laufwerk legen und den PC neu starten.
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Gesund Schlafen kommentierte am Freitag, 14.05.2010 um 16:10 Uhr
Puh das sieht ja sehr ausführlich aus, vielen dank genau das richtige für mich hoff ich…
Wenn ich fragen habe poste ich sie einfach wieder ?!
LG und vielen Dank für die anleitung
bye bye windows
strobel kommentierte am Freitag, 14.05.2010 um 21:24 Uhr
Ja, ich wollte Linux auch mal testen – zum Glück ist ja Wochenende da kann man sich ja mal ransetzen.
Acai kommentierte am Dienstag, 18.05.2010 um 13:25 Uhr
Wow, danke für die wirklich sehr ausführliche Erklärung. Letzte Woche wollte ich schonmal suse installieren. Leider gab es da irgendeine Fehlermeldung, die ich nicht so ganz verstanden habe. Nun, nach deiner Anleitung, werde ich nochmal einen neuen Versuch wagen und das Ergebniss dann hier posten.
Gruß,
Acai
Philip kommentierte am Donnerstag, 20.05.2010 um 12:20 Uhr
Sehr schöner Artikel. Ich wünsche mir jetzt noch so eine Art gegenüberstellung von Windoof und UBUNTU.
Als 0815-Windows-User würde ich gerne wissen, warum ich auf UBUNTU umsteigen sollte? Was ist besser und was schlechter? Für ein Betriebssystem zahle ich gerne Geld, solange es funktioniert.
Das Argument Freeware zählt also schon mal nicht. Vielleicht kommt demnächst ja noch ein solcher Artikel
VG
Mr. AdWords kommentierte am Donnerstag, 27.05.2010 um 18:51 Uhr
Hallo, der Artikel gefällt mir schon recht gut. Danke dafür. Ich stimme Phillip zu, dass man die Vorteile von Linux noch etwas hervor heben könnte. Ich habe nun beide Betriebssysteme auf zwei verschiedenen Notebooks laufen und habe den Eindruck, dass Linux wirklich weniger Ressourcen frist. Das Notebook mit Linux ist älter und hat weniger RAM, kleineren Prozessor etc. Er läuft aber schneller. Das ist zumindest mein Eindruck. Da man für Ubuntu bisher keinen Virenscanner benötigt ist auch hier eine nicht unerhebliche Blockade weniger. Was ich auch sehr cool finde ist das Update-System bei Ubuntu, was die gesamte Software mit einschließt.
Ich muss allerdings offen zugeben, dass ich den kompletten Umstieg noch nicht ganz gewagt habe, da es bei formatierten Office-Dokumenten zu unschönen Format-Fehlern kommen kann. Eine MS-Project-Konvertierung habe ich noch nicht ausprobiert. Das sind aber so Dinge, die man berücksichtigen sollte.
Was für sehr viele ein Ärgernis sein wird ist, dass DVDs (also Filme) nicht ohne zusätzlichen Installation eines Codecs laufen. Hier muss man als Neuling schon noch ein bisschen fummeln, bis es läuft. Die Art Software zu installieren (in Paketform
) ist auch nicht jedermans Sache, wie ich regelmäßig in Foren lese.
neolein kommentierte am Freitag, 28.05.2010 um 14:46 Uhr
Hallo, schöner Artikel, ich wäre sofort dabei, wenn Ubuntu gute Musiksequenzer Software anbietet, die sich mit mit meinem Midi Keyboard versteht, klingt vielleicht sehr speziell, aber oftmals sind es eben die Details, die einen dann doch den Wechsel von WIN auf Linux verhindern oder verzögern. Wie z.B. soll sich ein Wechsel vollziehen, wenn man 20 Jahre lang Daten gesammelt hat, die sich nur durch ein Windows fähiges Programm darstellen lassen…. oder gibt es Cubase schon für Linux? Zweitens möchte ich aber loswerden, daß ich es immens wichtig finde Microsoft paroli zu bieten und mit Ubuntu 10.04 ein ernsthaft konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt gekommen ist. Die Preis- und Speicherfresserei von immer neuen Anwendungen und Betriebssystemen des Softwaregiganten findet sonst nie ein Ende (und wird es vermutlich auch nicht). Ich nutze aber heute schon auf Windows 7: Open Office und Firefox und der Trend geht weiter in diese Richtung, weiter so Linux!!!
Sigrun kommentierte am Montag, 7.06.2010 um 16:15 Uhr
Ich nutze Ubuntu seit einigen Monaten und fand den Umstieg eigentlich unkompliziert. Das Open Office hat ein paar Macken, die Tabellenkalkulation fragt bei manchmal bei Standardsachen viel zu oft nach und nicht immer geht alles noch so wie aus Excel gewohnt… Das einzige echt komplizierte Programm, das aber anscheinend sehr viel kann, ist die Bildbearbeitung GIMP. Alles habe ich noch immer nicht so ganz raus, da vermisse ich Paint schon… Alles in allem aber Mut zum Umstieg – nicht nur weil kostenlos und weniger Viren, sondern auch weil es praktisch nicht abstürzt!
Mirko S. kommentierte am Dienstag, 8.06.2010 um 19:16 Uhr
Danke für die ausführliche Schritt-für-Schritt Erklärung. Damit fühle ich mich auch sicher mal den Umstieg selber zu wagen. Natürlich erstmal auf einen Ersatz PC.